Die Olympischen Spiele in Peking. Kein Dreck und keine Arbeit.
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 22.July 2008 |
Die Olympischen Spiele 2008 in Peking – ein Feuerwerk der Freude, des Enthusiasmus, der Leidenschaft. Jobwunder und Wirtschaftsstärkung. Diese netten Beinamen werden dem sportiven Großereignis gegeben und die Verantwortlichen meinen, dass alle Erdbewohner es wohl nicht abwarten können, das Wettkampf-Schauspiel endlich beginnen zu lassen.
Dass es irgendwie auch anders geht, schreibt die Financial Times Deutschland. Um die Luft pünktlich zu Beginn der Feierlichkeiten besonders sauber zu halten, entschied sich die chinesische Regierung zu strengen Umweltregeln. Das ist ja nun schon bekannt. Der Autoverkehr wird eingeschränkt und zentrumsnahe Fabriken mit qualmenden Schornsteinen werden geschlossen. Das gibt saubere Luft und babyblauen Himmel. Herrlich zum Durchatmen. Das gibt aber auch todunglückliche chinesische Wanderarbeiter. Herrlich zum Verzweifeln. Bisher arbeiten ca. 1 Mio. Wanderarbeiter in der Großstadt. Diese müssen dann, pünktlich mit der Schließung der Fabriken, der Stadt auch den Rücken kehren und sich andere Jobs suchen um sich ihren Reis zu verdienen.
Dass es die Wanderarbeiter in China ohnehin nicht einfach haben, erklärt sich mit der fehlenden Rechtsgrundlage ihrer Arbeit. Lohnrückstände, fehlende schriftliche Arbeitsverträge und fehlende dauerhafte Wohnerlaubnis machen ihnen das Leben schwer.
Da können auch die festlich zelebrierten Olympischen Spiele, mit Pomp und Glamour, nichts ausrichten und werden ihnen, wie vielen anderen auch, wohl kein Lächeln ins Gesicht zaubern. Inwieweit der Beigeschmack der Spiele noch fader wird, bleibt abzuwarten. Bald ist es ja soweit.
Sport frei.


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