Durchatmen in der Raucherpause
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 24.July 2008 |
Welcher Raucher kennt es nicht? Das Gefühl, dass egal was man grad beendet hat oder worauf man gerade wartet – es wird mit einem Glimmstängel belohnt. Vor allem am Arbeitsplatz ist dieses Phänomen oft zu beobachten. Man schreibt, klickt und scrollt gefühlte 5 Stunden (eigentlich war es 1 Stunde und 37 Minuten) und dann wartet man dass der Rechner das Werk abspeichert und irgendwie geht es nicht. Word stürzt ab, das Dokument war schreibgeschützt oder es dauert einfach nur ewig. Was macht der Raucher? Klar. Er raucht. Der mittlerweile lange Weg nach draußen (die Raucherecke im Firmengebäude ist weg, Gott hab sie selig) dient als Stressabbau, als hoffnungsvolles Training des Bewegungsapparates, als Muskellockerung vom verspannten Falsch-Sitzen auf dem wackeligen Bürostuhl. Die klassischen 7 Minuten mit dem weiß-gelb-gerollten Ticket zur Pause dienen zum „Durchatmen“, zum „Gedanken sammeln“ oder einfach dazu, mal 7 Minuten Pause zu machen.
Aus nicht-gesundheitlicher Sicht hat das alles Vorteile. Jedoch irgendwie nur für den rauchenden Mitarbeiter. Der Chef muss dafür zahlen. Denn während der Raucher sich in den 7 Raucherminuten bei einem Pseudo-Nerven-Wellness-Urlaub am sozialen „Brenn-punkt“ befindet und sich „erholt“, gehen teure Arbeitsminuten verloren, in denen, wirtschaftlich gesehen, nichts erarbeitet oder produziert wird. Außer blauem Dunst natürlich.
Damit der Chef das alles auch mal kontrollieren und sich dem Elend in Zahlen bewusst werden kann, dann sollte er das hier ausprobieren: den Zigarettenpausenrechner.
Wie das Tool funktioniert, ist jetzt nicht so ganz klar. Jedoch sind die Zahlen erschreckend und starke Argumente für den Chef, den Mitarbeiter nacharbeiten zu lassen.
Im Endeffekt gilt es den wütenden Chef aber nun zu besänftigen. Denn was sollte er davon haben, wenn Mitarbeiter aus Nikotinmangel zittrig die Tasten bedienen, Kaffeetassen verschütten, den Drucker verstellen weil ihre Hände zittern und auf dem Telefon immer die falschen Tasten drücken? Die miese Laune, die sich gelegentlich an dem Mitarbeiter-Rest entladen würde, die eingetretenen Türen und die zertrümmerten Monitore würden die Kosten umso mehr in die Höhe schnellen lassen und viel mehr kosten, oder?
Na? Chef überzeugt? Gut gemacht.
Dann heißt es jetzt erstmal „7 Minuten durchatmen“, oder?


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