Ursula von der Leyen findet das Fachkräfte-Geheimrezept!

Autor: Kristin  Kategorie: Kuriosum 15.August 2008

Wie schon oft berichtet: in Deutschland gibt es vieles, aber irgendwie zu wenig Fachkräfte. Das sagt die Wirtschaft und die Politik jedenfalls.

Aus diesem Grunde, sind Politik und Wirtschaft in geheimen Kämmerlein damit beschäftigt, neue geheime Rezepturen auszuprobieren, um neue Fachkräfte zu generieren. Ein Fachkräftegeheimrezept muss her! Bisher wurden einige Bestandteile eher wahllos zusammengeschüttet: ein bisschen was von veränderter Hochschulpolitik, ein paar Steueränderungen dort, ein wenig mehr Wirtschaftsförderung und eine Prise „kluge“ Sprüche und Wahlversprechen. Das alles gemischt in einem Reagenzglas – und die Mischung brachte….NICHTS!

Doch plötzlich hatte jemand die Lösung: „Ich habs!“- schrie es jetzt aus dem Versuchlabor!

Ursula von der Leyen hat die noch fehlende Essenz für das Fachkräftegeheimrezept entdeckt: hochqualifizierte Mütter! Doch warum?

Die meisten von ihnen scheuen die Rückkehr ins Berufsleben, selbst wenn die Kinder bereits erwachsen sind. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen (CDU) will Frauen deshalb nach der Familienphase den Wiedereinstieg erleichtern. „Wir suchen Frauen ab Mitte 40, die ja noch viele Jahre Berufstätigkeit vor sich haben“, sagte von der Leyen der „Schwäbischen Zeitung“. Dazu sei ein Wiedereinstiegsprogramm in Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit in Planung. (Quelle)

Begründen tut dies Frau von der Leyen weiterhin damit, dass Mütter eine hohe Qualifikation mitbrächten. „Schließlich seien Ehrenamt und Familie Bereiche, in denen man Management-Qualitäten wie Flexibilität, Organisationsfähigkeit und Belastbarkeit von der Pike auf lerne.“(Quelle)

Der erste Schritt dazu wird schon in Sachsen gemacht. Hier berichtet das Sächsische Staatsministerium für Soziales, dass der Freistaat Frauen fördern will, die nach einer mindestens zweijährigen Unterbrechung durch Kindererziehung oder Pflege von Angehörigen wieder in den Beruf zurückkehren wollen. Dafür wird Sachsen insgesamt 20 Millionen Euro aus Landesmitteln und ESF-Förderung einsetzen.

Na dann hoffen wir mal, dass der neue Rezepturbestandteil „hochqualifizierte Mütter“ auch in der richtigen Dosis hinzugefügt und das ganze mal so richtig „durchgeschüttelt“ wird. Mal schauen was dabei rauskommt. Vielleicht explodiert ja was?

Schönes Wochenende!


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