Der Datensammler Google rudert mit Chrome zurück

Autor: Kristin  Kategorie: Kuriosum 4.September 2008

Wir haben ja bereits auch schon über den neuen Browser von Google namens „Chrome“ berichtet. Über Vorzüge und Googles Motivationen, über Optik und Nachteile.

Ein wesentlicher Nachteil war die Tatsache, dass Google den Browser wohl wieder nutzen wird, um Daten von Usern zu sammeln. Erinnerung: Google setzt in seinen AGBs fest, dass alle URLs und Daten, die in die Adresszeile des Browsers eingegeben werden, von Google gesammelt und dokumentiert werden. Diese Daten werden nicht wie bei anderen Browsern nur lokal gesammelt, sondern direkt an Google weitergegeben . Angeblich dient das dazu, das Surfen durch „Erinnerungsfunktionen“ einfacher zu machen. Klar, Google!?

Diese Tatsache ließ Kritiker und Datenschützer aufkommen. Der Trubel um Chrome war und ist groß. Und genau deswegen rudert Google jetzt zurück.

Der Neo-Browser-Hersteller Google reagiert auf massive Vorwürfe gegen die Nutzungsbedingungen seines kürzlich gestarteten Browsers Chrome. Denn nicht nur die Ergänzungen zum Datenschutz erregten Aufsehen, sondern auch das Enduser-Licence-Agreement (EULA) enthielt Passagen, die auf Kritik stießen. Ins Kreuzfeuer geraten ist der Punkt 11.1 der EULA, der die Abtretung von Rechten seitens des Nutzers regelt. Laut den ursprünglichen Bestimmungen sicherte sich Google das Recht, alle Nutzereingaben in den Browser uneingeschränkt weiterverwenden zu dürfen. Konkret hieß es in der US-Fassung, dass der Nutzer durch das “Einreichen, Veröffentlichen oder Anzeigen von Inhalten Google ein dauerhaftes, nicht zu widerrufendes, weltweites, gebührenfreies und nicht-exklusives Recht zur Reproduktion, Adaption, Modifikation, Übersetzung, Veröffentlichung, öffentlichen Aufführung, öffentlichen Anzeige und Weiterverbreitung” einräumt. Diese umstrittene Passage wurde nun von Google entschärft. (Quelle)

Das ist soweit klar und wird nun von Google geändert:

Nun ist unter dem Punkt 11.1 der EULA zu lesen, dass der Nutzer die Urheber- sowie sämtliche andere Rechte an seinen Eingaben behält. Die erste Formulierung der EULA sei ein Versuch gewesen, dieselben Regeln wie bei allen anderen Google-Services auch bei Chrome zur Anwendung zu bringen. Somit sollte Verwirrung bei den Nutzern vermieden werden, berichtet ein Google-Sprecher dem Branchenportal Cnet. In manchen Fällen, wie eben bei Chrome, würden die Nutzungsbedingungen für einen Service jedoch auch Passagen enthalten, die “nicht gut zum Gebrauch des Produkts passen”, zitiert Cnet. (Quelle)

Na mal sehen was da noch so alles kommt oder nicht kommt, oder? Bestimmt haben die Googler noch einen Plan B in der Tasche, der das Daten sammeln dann doch irgendwie möglich macht. Um die Weltherrschaft an sich zu reißen, reicht ja nicht immer nur ein Plan A, oder?!

:-)





Ein Kommentar zu dem Thema: “Der Datensammler Google rudert mit Chrome zurück”

  1. Webstandard-Team
    Hat ja nicht lange gedauert ;o)

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