Sachsen schlägt vor, das BAföG zu verlängern
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 4.September 2008 |
In Sachsen will man den Fachkräftemangel in Zukunft einfach noch stärker bekämpfen. Vor allem bereits beruflich Qualifizierte (auch ohne Abitur) sollen den Weg zur Hochschule finden. Dadurch soll auch Facharbeitern der berufliche Aufstieg durch ein Studium möglich gemacht werden. Auch wer sich nicht gleich nach der Schule für ein Studium entschieden hat, soll später noch die Möglichkeit dazu haben – vor allem in finanzieller Hinsicht.
Dazu schlägt die Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange verschiedene Punkte vor:
- Bundesweit soll ein einheitlicher Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte geschaffen werden.Sachsens Hochschulgesetz sehe bereits einen Hochschulzugang für Meister und einen erleichterten Hochschulzugang für beruflich Qualifizierte vor.
- Die Hochschulen sollen zukünftig mehr Studiengänge anbieten, die ein berufsbegleitendes Teilzeitstudium ermöglichen.
- Das Ausbildungsförderungsgesetz müsste ebenso geändert werden. Das BAföG müsse künftig über das 30. Lebensjahr hinaus gezahlt werden – um Studium, Beruf und Familie besser abzusichern.
Diese Punkte sollen helfen, auch bereits Berufstätige noch zu einem Studium (vorzugsweise neben dem Job) anzuregen.
Na mal sehen, ob diese Punkte bei den Politikern auf Begeisterung stoßen. Immerhin verlangt jeder dieser Punkte noch mehr Ausgaben für Länder und Hochschulen.
Außerdem ist und bleibt es fraglich, welcher berufstätige Mitt-Dreißiger sich noch zusätzlich neben seinem 10-Stunden Tag auf Arbeit an einer Uni einschreiben wird – egal wie viel BAföG er noch bekommt. Ihm fehlt dann wohl eher weniger das Geld, als ein paar zusätzliche Stunden am Tag. Vielleicht sollte die Wirtschaftsministerin daher anbieten, Vorlesungen auch nachts abhalten zu können.
Das wäre dann für die Berufstätigen dann wohl eher drin, oder?
Ein Kommentar zu dem Thema: “Sachsen schlägt vor, das BAföG zu verlängern”
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12.December 2008, 14:50 [...] hat Frau Stange schon einmal konkrete Vorschläge gebracht, wie denn das BAföG-System wirklich auszusehen [...]