Kosten der Arbeitslosigkeit seit 2004 um 27 Prozent gesunken
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 24.September 2008 |
Heute erreicht uns mal wieder eine Meldung voller Zahlen. Eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) besagt jetzt, dass die Kosten der Arbeitslosigkeit für die öffentlichen Haushalte deutlich gesunken seien. Und warum? Na klar: durch die gute Konjunktur und durch die Arbeitsmarktreformen.
Im Jahr 2004 betrugen die gesamtfiskalischen Kosten der Arbeitslosigkeit noch 92 Milliarden Euro. In den Jahren 2005 bis 2007 reduzierten sie sich um rund 25 Milliarden auf 68 Milliarden Euro, geht aus der IAB-Studie hervor. Die Zahl der Arbeitslosen ging um rund 21 Prozent zurück. Die Kosten je Arbeitslosen sanken um rund 7 Prozent – unter anderem durch die Hartz-IV-Reform.(Quelle: IAB)
Toll.
Außerdem zeigt die Studie deutlich, was denn so ein Arbeitsloser eigentlich kostet.
Ein Arbeitsloser kostete die öffentlichen Haushalte im Jahr 2007 durchschnittlich 17.900 Euro. Der Durchschnittswert umfasst ebenso Arbeitslose, die das ganze Jahr arbeitslos waren, wie Arbeitslose, die nur einen Tag Arbeitslosengeld erhielten. Die Mehrheit der Arbeitslosen stellten dabei mit 64 Prozent die Arbeitslosengeld-II-Empfänger. Jeder von ihnen verursachte im Schnitt 18.300 Euro Kosten. Bei den Empfängern von Arbeitslosengeld I – 21 Prozent aller Arbeitslosen – lag dieser Betrag mit 22.700 Euro pro Kopf weit höher. Bei den 15 Prozent der Arbeitslosen, die keine Leistungen beziehen, belaufen sich die gesamtfiskalischen Kosten immer noch auf 9.500 Euro pro Kopf und Jahr, hauptsächlich weil sie keine Steuern und Sozialbeiträge zahlen. (IAB)
Noch toller.
Na Mensch. Jetzt haben wir es wieder einmal schwarz auf weiß. Vielleicht gibt es ja bald mal Zahlen, die zeigen, was es denn kostet, die Arbeitslosenzahlen so „aufzuhübschen“. Wär ja mal nicht schlecht! Oder einfach zu ehrlich.

