IAB: Studieren lohnt sich in Zukunft noch mehr als bisher

Autor: Kristin  Kategorie: Kuriosum 22.October 2008

Jedes Jahr fragen sich tausende Schüler: „Hmm, soll ich studieren oder doch lieber eine Ausbildung machen, die kürzer ist und bei der ich Geld kriege?“ Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt in einer heute veröffentlichten Studie darauf jetzt eine Antwort: Studieren lohnt sich in Zukunft noch mehr als bisher!

„Der Trend zur Höherqualifizierung im Erwerbssystem ist ungebrochen“, schreiben die vier Autorinnen und Autoren der neuen IAB-Studie zum Akademikerarbeitsmarkt. Die bereits bislang vergleichsweise gute Arbeitsmarktsituation von Akademikern dürfte sich weiter verbessern. Zwar sei die Situation je nach Studienfach unterschiedlich. Insgesamt aber sei die Lage für Akademiker hinsichtlich ihrer Beschäftigungschancen, Arbeitsbedingungen und Bezahlung günstig. Ihre Arbeitslosenquoten seien gering, ihre Erwerbsbeteiligung selbst im fortgeschrittenen Alter noch hoch.(Quelle)

Das IAB betont, dass bereits seit zehn Jahren ein Akademikermangel zu erwarten ist, vor allem im technischen Bereich. Doch werde, nach Meinung des IAB, der gegenwärtige Fachkräftemangel teilweise übertrieben dargestellt. „„Noch besteht kein genereller Ingenieurmangel“, betont das IAB.“

Trotz Engpässen in einigen Ingenieurberufen besteht derzeit aus Sicht des IAB noch kein flächendeckender Ingenieurmangel. Im Jahr 2007 konnten die offenen Stellen im Ingenieurbereich sogar wieder schneller besetzt werden als in den beiden Vorjahren. Noch stärker verkürzte sich die Zeit, in der eine offene Stelle unbesetzt blieb, obwohl sie schon hätte besetzt sein sollen. Sie sank deutlich von 64 Tagen in 2006 auf 36 Tage in 2007, da die Betriebe 2007 auch wieder mehr Zeit für die Personalsuche als im Vorjahr einplanten.(Quelle)

Gut, was nicht ist, kann aber noch kommen, oder?
Und genau aus diesem Grund muss dem Akademikermangel vorgebeugt werden.

Das Potenzial an studierfähigen Menschen ist größer als derzeit erschlossen. Gerade Kinder mit Migrationshintergrund und aus bildungsschwachen Elternhäusern müssen früh gefördert werden“, fordern die Arbeitsmarktexperten. Derzeit sei der Hochschulzugang in Deutschland durch eine sehr hohe soziale Ungleichheit gekennzeichnet. „Von 100 Kindern aus Akademikerfamilien studieren 83, von 100 Kindern aus Familien ohne akademische Tradition aber nur 23“, zitiert die Studie Ergebnisse der Bildungsforschung.(Quelle)

Um das Ziel zu erreichen schlägt das IAB ein Bündel von nicht ganz neuen und eigentlich schon bekannten Maßnahmen vor:

  • Ausweitung der Bildungsexpansion
  • Vermeidung von Abwanderung qualifizierter Fachkräfte
  • Förderung der Zuwanderung qualifizierter Fachkräfte
  • Weiterbildung der alternden Belegschaften
  • bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie!

Ok. Damit kann man mit gehen, oder? Die Frage ist nur, wie das Ganze endlich mal umgesetzt werden soll!
Zahlen und Statistiken machen das Ausmaß des ganzen Dilemmas bewusster, aber irgendwann hilft es nicht einfach mehr nur, zu reden und Zahlen bekannt zu geben
!



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