Schlechtes Zeugnis für Europas Uni-Homepages

Autor: Kristin  Kategorie: Karrierenews 24.February 2009

Ein weltweites Ranking der Uni-Homepages zeigt: Europas Uni-Homepages liegen weit hinter den Internetauftritten der US-Eliteunis.

Die spanische Forschungsorganisation CSIC analysierte dazu 16.000 Uni-Homepages nach Verlinkung, Umfang, Anzahl der Publikationen sowie der weltweiten Zitierungen. Die Statistik verdeutlicht, dass europäische Universitäten auch im Internet enormen Aufholbedarf haben: Die ersten 23 Plätze werden von Bildungseinrichtungen der USA besetzt. Nur 16 europäische Universitäten schafften es in die Wertung der besten 100, darunter die ETH Zürich (Rang 40), die Freie Universität Berlin (Rang 85) und die Universität Wien (Rang 90).
ranking-uniDie Bewertung wurde anhand von vier Kriterien vorgenommen. Zuerst wurde die Anzahl externer Inlinks auf den jeweiligen Seiten analysiert. Die Anzahl Suchmaschineneinträge bei Google, Yahoo, Live Search und Exalead gab Rückschlüsse auf die Größe der jeweiligen Seite. Ein weiteres Kriterium bildete die Anzahl und Verwendungshäufigkeit der Textdateien, die von der Seite heruntergeladen werden kann, sowie die Zitierhäufigkeit, die durch die Suche bei Google Scholar ermittelt wurde. Geht es nach diesen Kriterien, führen weltweit das Massachusetts Institute of Technology, die Universitäten Stanford, Harvard sowie California Berkeley und Cornell die Liste der besten Uni-Webauftritte.

Als Hauptziel des Rankings sehen die CSIC-Forscher die Förderung der akademische Veröffentlichung im Internet. Das könne vor allem durch Open Access und den Webzugang zu wissenschaftlichen Publikationen und allen Materialien im akademischen Bereich geschehen. “Die Webdaten sind deshalb zur Bewertung von Universitäten geeignet, da sie sich nicht auf die Zugriffszahl oder das Design der Seiten beziehen, sondern auf Qualität und Auswirkung der Universitäten”, betonen die Forscher in ihrem Bericht. Institutionen und Dozenten sollten motiviert werden, ihre jeweiligen Aktivitäten möglichst genau im Internet wiederzugeben. “Bleibt der Internetauftritt einer Universität unter dem, was ihre akademische Exzellenz erwarten lässt, sollten die Zuständigen der Öffentlichkeitsarbeit ihre Taktik im Internet nochmals überdenken”, so die Empfehlung der Forscher.



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