Brainteaser: Einmal querdenken, bitte!

Autor: Kristin  Kategorie: Karrierenews 25.May 2009

Sicherlich haben es schon viele erlebt – das Vorstellungsgespräch und das damit einhergehende überwältigende „Gleich ist es vorbei“-Gefühl am Ende des Gesprächs. Das wäre dann der Moment, in dem sich der Puls etwas runterfährt, sich die Gesichtsfarbe wieder normalisiert und sich die hektischen roten Flecken am Hals in ein erleichterndes Nichts auflösen. Der gefühlte Schwitzalarm an den Händen macht sich auch aus dem Staub und man hat das Gefühl Bäume ausreißen zu können (oder zumindest Büsche). Kurz gesagt: man ist froh, dass es gleich vorbei ist und dass einem eigentlich nichts mehr passieren könnte.

Haha. Falsch gedacht. Bei einigen Gesprächen kommt es dann erst. *Spannungsgeräusch und Trommelwirbel*: Das dicke Ende voller Brainteaser.

thinking2Dabei handelt es sich um kleine und feine Denkaufgaben, die das logische Denkvermögen testen sollen. Und auch die Kreativität. Denn wenn der Personaler dem Bewerber eine Aufgabe vorsetzt, die eigentlich nur lösbar ist, wenn Taschenrechner, genügend Schmierpapier und Nervenschokolade vorliegen oder wenn die Sonne nach einer klaren Vollmondnacht im Halbzenit steht und dabei drei braungefiederte Störche rückwärts gen Horizont fliegen, dann gilt es, eine möglichst kreative Erklärung für das Nicht-Lösen-Können der Aufgabe zu finden. Umso kreativer, desto besser!

Nicht selten handelt es sich dabei um Fragen wie: „Wieviel Smarties passen in einen Smart?“, „Warum sind Kanaldeckel rund?“ oder  „Wieviel Hunde gibt es in Deutschland“, „Warum fliegen Wolken nie nach oben?“.

Das aufregendste für den Personaler nach einer Frage dieser Art ist wohl das Gesicht des Bewerbers und der folgende Lösungsansatz. Ein „Ich weiß es nicht.“ ist zwar ehrlich, wird den Personaler aber mit Sicherheit enttäuschen.

Doch wie kann man sich auf solche Fragen vorbereiten? Eigentlich gar nicht wirklich. Die beste Vorbereitung ist mit Sicherheit, sich auf Brainteaser mental vorzubereiten,  zu wissen, dass sie überhaupt existieren und dem Stottern beim Antworten damit vorzubeugen. Eine andere Möglichkeit wäre, sich möglichst kreative Alternativen für ein peinliches „Ich weiß es nicht“ auszudenken und im Großhirn parat zu haben. Außerdem sollte man sich bewusst sein, dass es dem Personaler wohl nicht wirklich um die korrekte Antwort gehen kann, sondern dass er testen will, wie man mit solchen Situationen umgeht. Querdenker wanted!

Wer doch schon einmal ein paar Brainteaser testen will, der schaut sich am besten mal hier und hier um.

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Ein Kommentar zu dem Thema: “Brainteaser: Einmal querdenken, bitte!”

  1. Jens
    Wie würde man denn beispielsweise auf solch eine Frage “kreativ” antworten? Bei der Frage mit den Smarties wird es ja wohl nicht reichen, zu sagen , dass man es zwar bereits einmal testen wollte, aber die Smarties dann doch lieber gegessen hat, oder?

    Gruß,
    Jens

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