Freundlichkeit beim Kundendienst
| Autor: Kristin | Kategorie: Karrierenews | 14.July 2009 |
Wir alle wissen: der Kunde ist König und deshalb muss dieser auch immer so behandelt werden. Selbst wenn er Unrecht hat. Und am besten funktioniert das mit einem Lächeln. Bekanntermaßen klingt nämlich auch eine Rüge oder eine etwas „straffere“ Ansage viel freundlicher, wenn man dabei lächelt.
Das wissen auch die Japaner und wenden das bei ihren Eisenbahn-Bediensteten an. Wie berichtet wird, sind nämlich mehr als 500 Mitarbeiter der Keihin Electric Express Railway dazu verpflichtet, jeden Tag vor Arbeitsbeginn ihr Gesicht einscannen zu lassen. Damit soll sichergestellt werden, dass genügend freundliche Gesichtszüge der Mitarbeiter das Leben der Bahn-Kunden schöner machen.
Dafür wird dann extra eine „Smile Police“ eingesetzt, die mit speziellen Sensoren die Scans dann auswertet. Gemessen werden anhand einer Gesichtsanalyse bestimmte Gesichtsmerkmale wie etwa Gesichtscharakteristik von den Lippenkurven über Augenbewegungen bis hin zu den Lachfalten. Nach dem Scannen beurteilt der Scanner den “Freundlichkeitsgrad” auf einer 100-teiligen Skala, die das gesamte “Lachpotenzial” des Betreffenden abgespeichert hat. Jene, die unter einem gewissen Wert sind, werden vom Computer zu einem freundlicheren Gesicht aufgefordert. Urteile wie “Sie sehen immer noch zu ernst aus” oder “Heben sie ihre Mundwinkel an” deuten darauf hin, dass es immer noch ein wenig freundlicher gehen kann.
Angeblich nutzen diesen Service immer mehr japanische Unternehmen.
Da bleibt einem doch nicht mehr zu sagen als: „Aha!?“
4 Kommentare zu dem Thema: “Freundlichkeit beim Kundendienst”
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14.July 2009, 09:39 Im Vergleich dazu die deutsche Variante: http://asset.soup.io/asset/0344/5674_91d4_450.jpeg
15.July 2009, 09:59 Ich finde diese Option interessant, besonders für deutsche Behörden des öffentlichen Dienstes, Call Center und Serviceschalter. Da ist meienr meiner nach erfahrungsgemäß enormer Nachholbedarf an freudigen Gesichtszügen.
16.July 2009, 15:04 Das halte ich etwas für übertrieben ….
18.July 2009, 09:24 Hallo,
ich denke das Einscannen wird nicht den Nutzen haben. Schaut man sich die Bewertungen bei uns an sieht man das oftmals die Servicekräfte vor Ort nicht motiviert sind. Sicher bekommen sie ein lächeln für ein paar Minuten hin, was aber wenn sie innerlich schon seit Jahren gekündigt haben ???
Ich stelle bei den Recherchen fest das oftmals die Mitarbeiter mit ihrer selbst geleisteten Arbeit nicht zufrieden sind und sich gerne eingehend mit einem Problem befassen würden. Es aber der offzielle Termin/Zeitplan nicht zulässt..
Das soll keine Entschuldiung für das Verhalten sein, aber vielleicht setzt man den Hebel einfach falsch an.
Gruß
Gerald von Kundendienst Info