SCHREIB NICHT SO LAUT
| Autor: Conny | Kategorie: Kuriosum | 3.September 2009 |
Kommunikation ist eines der Minenfelder unseres täglichen Miteinanders. Und als ob Sprache an sich nicht schon ein eher einschränkendes Kommunikationsmittel wäre (auch wenn sie oft mehr Möglichkeiten bietet, als der Einzelne kennt und anwendet), wird das Verstehen beim digitalen Austausch zusätzlich erschwert: Wörter zu machen ohne Hilfe von Mimik, Gestik und Intonation, und dabei noch den Inhalt zu transportieren, den wir senden wollen – uff.
Die fehlenden Gesichtsausdrücke machen Emoticons wett, vom gemeinen Smiley bis hin zu ganzen Comicsequenzen, bei denen ein Männlein ein anderes in die Mikrowelle steckt. Und wenn wir nicht wild gestikulieren oder gar zischen und laut werden können (oder es der andere zumindest nicht hören kann), nehmen wir Farben, Fettdruck und Großbuchstaben zu Hilfe.
Damit wir uns digital nicht im Ton vergreifen, gibt es die Netiquette oder Netikette, speziell für Chats auch Chatiquette. Darunter versteht man Hinweise für ein höfliches Miteinander im Internet. Dabei umfasst die Netiquette mehr als nur Beschreibungen des Ausdrucks dessen, was „zwischen den Wörtern“ mitgeteilt wird. In Bezug auf E-Mails zum Beispiel geht es um Formatierungen, Dateianhänge, Betreffzeilen, Signaturen und und und.
Besonders im Bereich der Bürokommunikation sollte man sich die von Angesicht zu Angesicht geführten Gespräche zum Vorbild nehmen, wenn man sich mit Kollegen von Bildschirm zu Bildschirm unterhält. Keiner wird einen Hinweis an eine Kollegin brüllend vortragen, also sollte man diesem in einer Textnachricht auch nicht durch Großbuchstaben Nachdruck verleihen. Einer Angestellten in Neuseeland wurde fristlos gekündigt, eben weil sie in ihren E-Mails an Kollegen zu viele Großbuchstaben, zu viel Fettdruck und Farbe gebrauchte. „Zu aggressiv“, meinte der Boss. Das Gericht hingegen sprach ihr eine Entschädigung zu. Trotzdem: Höflichkeit und Respekt im Umgang mit Kollegen sollten nicht an der Tastatur aufhören.
Beim Stöbern zum Thema Netiquette bin ich auf die 10 Gebote der Computerethik gestoßen. Mal sehen, welcher von unseren Entwicklern in der PC-Hölle schmoren wird?!
Und jetzt: *Tee koch*
4 Kommentare zu dem Thema: “SCHREIB NICHT SO LAUT”
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3.September 2009, 11:40 Gut, dass es diese gibt aber warum nutzen wir das Netz. Um Informationen zu sammeln, um mal jemand sein zu können, der man sonst eher nicht ist oder um einer Seite an sich Freiheit zu schenken, die man sonst wohl gut versteckt. Alles unter dem Deckmantel der Anonymität.
Insofern denke ich, dass sich niemand - der unter diesem Gesichtspunkt Chattet oder Mailt - so wirklich daran halten wird. Tue ich ja selbst nicht!
Im Büro allerdings finde ich es sehr angenehm einen Standard zu wissen, an dem man sich entlang hangeln kann. Nur wird es auch hier wieder viele Abweichungen geben, sodass eine einheitliche Kommunikation wohl nie stattfinden wird - schade eigentlich. Aber zumindest ist dadurch die Einzigartigkeit jedes einzelnen und vorallem seiner persönlichen Art zu kommunizieren weiterhin gewährleistet.
3.September 2009, 11:50 PC-Hölle. *handheb* Irgendwo muss Microsoft ja Windows testen.
3.September 2009, 13:28 Interessante Ratschläge, die aber auch zugleich aufzeigen wie sehr unser wirkliches Verhalten bei der Kommunikation am PC von den idealen abweicht.
4.September 2009, 14:56 @maik ohne euch den spass zu verderben…das gefühl der anonymität im netz sollte immer dem bewusstsein “i’am a gläserner user” gegenüberstehen…sobald man dienste nutz, blogt, twittert, profile pflegt, sich vernetzt etc. ist man nicht mehr anonym…ps. deshalb ist es auch wurscht ob das bka euren compi durchsuchen kann, es muss ja nur eure studivz gruppen zu checken um zu wissen was ihr moegt…anonym ist man nur wenn man das netzt nicht benutzt.und anonym einem kollegen auf den keks gehen geht auch nicht
pps. maik du solltest unbedingt aus der gruppe “ich mag rosaplüschhandschellen” austreten