Home Office bei den Deutschen sehr beliebt
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 9.July 2008 |
Die heutige Zeit bietet ja so unendlich viele Möglichkeiten des Arbeitens. Vollzeit, Teilzeit, Freiberufliche Tätigkeiten, auf Honorarbasis, der Klassiker der Festanstellung und: das Home Office.
Eine Forsa-Studie, beauftragt vom Bundesverband Informationswirtschaft Telekommunikation und neue Medien e.V., zeigt, dass die Deutschen ihr Brot am liebsten damit verdienen, von zu Hause zu arbeiten. Das Internet, schneller Datentransfer und der ganze Web 2.0 Schnick-Schnack machen es ja auch unheimlich einfach.
Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich flexiblere Arbeitsbedingungen. Rund zwei Drittel wollen regelmäßig zu Hause arbeiten, statt ins Büro zu gehen. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstituts Forsa im Auftrag des Hightech-Verbands BITKOM hervor. Demnach wollen 50 Prozent der Deutschen an mehreren Tagen in der Woche von zu Hause aus arbeiten und 17 Prozent ziehen sogar grundsätzlich das Home-Office der Arbeit im Büro vor. (Quelle)
„Ach wie schön“, werden die Home-Office-Befürworter sagen. Die Vorteile sind ganz klar: die Arbeitszeiten sind flexibel, man kann aufstehen und den Tag beginnen wann man will, man muss sich nicht aufstylen um die Arbeit zu erledigen. Theoretisch könnte man im Bademantel, mit Hausschuhen und einem Handtuch auf dem Kopf Emails verschicken und im Outlook Termine machen. Vorsicht sei nur geboten, wenn der Chef per Skype zu einer Videokonferenz aufruft.
Klingt ja alles gar nicht schlecht. Für mich wär das jedoch nix. Ich brauche die sozialen Kontakte, begrüße gern meine Kollegen per Handschlag und nicht per „Ping“ im Twitter und bin auf Arbeitsgeräusche wie Papier-Rascheln, Druckerlärm und Kollegentalks angewiesen. Sonst bin ich unproduktiv.
Aber wem´s gefällt.
Wer seriöse Jobs aller Art braucht, checkt am besten mal JOBMIXER - da gibts ne Menge Jobs (allerdings Home-Office-Frei), auf die sich das Bewerben lohnt.
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Eine Befragung der anderen Art. Oder etwa doch nicht?
| Autor: Kristin | Kategorie: Kuriosum | 3.July 2008 |
Donnerstag Vormittag um 11. Nach dem ersten Kaffee beginnt natürlich auch gleich die Recherche nach Trends und News aus dem Bereich Karriere und Job. Das Netz wird durchforstet, wild geklickt, gedownloaded und gescrollt. Bei dem heutigen „search ´n click“ erspähte ich folgendes Fundstück: www.oxygenz.com .
Nein, es handelt sich dabei nicht um eine Seite, die sich mit der Luftverschmutzung, der globalen Erwärmung und mit den Eisschollen verlierenden Pinguinen beschäftigt. Es ist vielmehr eine Seite, bei der alles sich um eine neue Studie im Bereich Arbeitsumfeld dreht. Diese globale Studie heißt Oxygenz und ist ein Forschungsprojekt von Johnson Controls und Haworth und untersucht die Erwartungen der Generation Y (18 – 25 Jahre) an ihre zukünftige Arbeitsumgebung.
Was soll diese Studie bewirken? Sie soll zeigen wie sich junge Menschen ihren zukünftigen Arbeitsplatz vorstellen. Arbeitgeber sollen dann in Zukunft die Arbeitsumfelder wirtschaftlicher planen, denn ein toller Arbeitsplatz soll Einfluss auf die Motivation und Produktivität der Mitarbeiter haben.
Aha.
Die Seite wirkt eher kommerziell, denn für eine wissenschaftliche Studie ist sie einfach zu schick, zu dynamisch und zu ansprechend. Man mag es kaum glauben: der akademische Partner der Studie ist das Fraunhofer Institut (IAO). Eine Befragung der ganz anderen Art eben. Man scheint es verstanden zu haben, dass es auch einmal anders geht als nur stupide Formulare und Befragungsbögen mit Kreuzchen oder Häkchen bei den Studis nach einer langweiligen Vorlesung im Audimax zu verteilen. Diese dienen dann vielmehr dazu, um Kaffeeflecken, welche die eingebeulten To-Go-Becher auf der Sudoku-Zeitschrift hinterlassen haben, aufzuwischen.
Oxygenz.com lässt die Befragung eigentlich in den Hintergrund treten. Auffallender ist das Seitendesign. Gefragt wird nach dem Wunscharbeitsort (in der Stadt oder auf dem Land), nach dem Wunscharbeitsweg oder ob man im Wunschbetrieb Rezeptionen, Portiers, Einlasskarten oder „freien Durchlauf“ bevorzugt. Alles wird mit lustigen Grafiken und Animationen hinterlegt. Sehr kurzweilig eben. Auch die gewünschte Büroeinrichtung ist von Interesse. Ein klassisches Büro mit Polstersesseln oder doch ganz Yuppie-like in minimalistischem Stil? Wie soll die Wandfarbe sein? Und sind ein Parkettboden, Teppich oder doch lieber Laminat ansprechender? Man kann sich seine Lieblingsarbeitsgeräte auswählen (PC oder Mac?) und sich über die Wandgestaltung äußern. Nach der Bezahlung wird jedoch nicht gefragt.
Nicht schlecht. Ob es was bringt, ist fraglich. Ein schickes Bild an der Wand, pinkfarbene Gardinen und ein überdimensionaler Massagesessel mit eingebauten Fußbadmassage-Behälter im Büro helfen schließlich auch nicht, wenn der Rest, zum Beispiel das Geld, nicht stimmt.
Ganz so unkommerziell ist die Seite es ja nun auch nicht: was zu gewinnen gibt’s natürlich auch. Irgendwie muss man die Leute ja animieren, bei einer Studie mitzumachen *gähn*. Sonst wär der ganze Aufwand für die Seite ja umsonst und man hätte auch beim Papier-Kreuzchen-Wegschmeiss-Fragebogen an der Mensa bleiben können, oder?
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